Der Integral e.V. möchte im Mecklenburgischen Elbetal eine neue Entwicklung anstoßen. Wir wollen, dass sich hier Gemeinschaften von Menschen bilden und ansiedeln, die für eine enkeltaugliche, friedliche und liebevolle Gesellschaft in der Zukunft einstehen. Unser Städtchen Lübtheen wird „Transition Town“ – denn wir nehmen den Wandel selbst in die Hand!

Wir setzen uns dafür ein, dass die Menschen, die hier leben, miteinander für sich, ihre Gemeinden und die Natur zu sorgen, statt alles über Konsum und Vermarktung zu regeln. Wir wollen darauf hin wirken, dass die Region unabhängig wird von fossilen Brennstoffen und dass die Natur sich von jahrzehntelangem Raubbau erholen kann. So, dass in Zukunft die Flüsse wieder sauber und fischreich sind, dass die Böden fruchtbarer werden und durch CO2-Speicherung dazu beitragen, den Klimawandel zu bekämpfen. Wir streben an, dass sich eine lebendige Gesellschaft in den Dörfern und Städten entwickelt, in der unbürokratisch gehandelt werden kann.

Wir wollen regionale Kultur und Traditionen bewahren und gleichzeitig internationalen Austausch und kulturübergreifende Freundschaft fördern, denn nur die Vielfalt ist langfristig stabil.

Wir wollen dazu beitragen, dass eine lokale Wertschöpfung und ein lokaler Geldkreislauf entstehen. Dafür wollen wir eine solidarische Lebensmittelversorgung aufbauen, erst eine FoodCoop, später hoffentlich mal eine Solidarische Landwirtschaft. Wir haben ein Haus in Lübtheen mit einem Veranstaltungsraum, Wohnräumen und Gästezimmern, so dass wir in der Region gemeinschaftliches Engagement fokussieren können und Menschen dabei unterstützen, sich hier zu engagieren. Wir wünschen uns, dass hier ein Treffpunkt entsteht, von dem Inspiration und Kraft ausgehen. Wir hoffen sehr, dass wir MitstreiterInnen finden, so dass es bald in unserer Region eine Demokratische Schule gibt, Waldgärten und Waldkindergärten, mehr ökologische Landwirtschaft, gemeinschaftlich genutzte Orte und Werkzeuge, Carsharing, lokale Energiegewinnung usw.

Wir freuen uns über UnterstützerInnen und Hilfe und sind jederzeit offen für neue Projekte, ganz im Geist einer Potentialentfaltungsgesellschaft!

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Transition Town Lübtheen

Schon seit langem will unser Verein einen Impuls geben, die Gesellschaft fit zu machen für das Ende des Zeitalters der Umweltzerstörung und der Entzweiung der Menschen. Politik und Wirtschaft schaffen es nicht, Klimawandel, das Ende der Ölreserven und die wachsende Gewalt auf der Welt in den Griff zu bekommen. Deshalb braucht es zivilgesellschaftliches Engagement! Die Städte und Dörfer überall auf der Welt müssen von allein anfangen, ein neues wir-Gefühl zu entwickeln, energieautark zu werden und einen geschlossenen Kreislauf von Ressourcen und Leistungen zu schaffen.Sie müssen du Orten des Wandels werden, zu „Transition Towns“.

Jetzt, wo ein Jahr vergangen ist, seit einige sehr engagierte Mitglieder den Kauf des Hauses in der Salzstraße angestoßen haben und wir ein festes Zuhause haben, ist es Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. Jetzt beginnt etwas neues: Lübtheen wird Transition Town – und der Integral e.V. bleibt die Keimzelle dafür.

Wir wollen den Wandel noch stärker als bisher vorantreiben und uns noch viel mehr mit Verbündeten aus aller Welt zusammenschließen. Wer noch nicht weiß, was ein Transition Town, eine „Stadt im Wandel“ ist, der oder die schaue doch einfach mal hier nach: https://de.wikipedia.org/wiki/Transition_Towns.
Und wer uns helfen möchte, ist herzlich eingeladen! Natürlich muss das ganze erst noch ins rollen kommen, aber wir werden das schon schaffen… Es geht los!

Wer uns unterstützen möchte, melde sich bitte unter kontakt@integral-verein.de oder direkt telefonisch bei Philipp unter OI7O I56 4O 42. Wir haben schon einige Veranstaltungen organisiert, sind aber offen für neue Ideen und wünschen uns mehr Leute, die einen Beitrag leisten. Wenn du vorbeikommen magst, um uns kennen zu lernen, gibt es in unserem Haus Gästezimmer und auch in den Gemeinschaftsprojekten um Lübtheen herum kann man unterkommen.

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Kino mit Köpfchen für Akteure des Wandels

Seit Anfang September bieten wir in Lübtheen nun regelmäßige Film- und Vortragsabende an. Das Thema ist dabei eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums auf allen Ebenen. Wir zeigen also Filme, die sich mit Landwirtschaft und Ernährung, dem Finanzssystem oder dem Bildungswesen befassen. Dazu kommen Vorträge über Techniken und Methoden, um das Zusammenleben auf dem Land ökologischer zu gestalten. Wir hoffen, so die Akteure eines liebevollen und friedlichen Fortschritts in der Region zusammen zu bringen und bei interessanten Impulsen ins Gespräch zu kommen.

Da der Integral e.V. sich als Keimzthemenabend-bienensterben-2elle für ganzheitlichen Wandel in der Gesellschaft sieht, versuchen wir, unser Angebot so zu gestalten, dass es mit Kopf, Herz und Bauch erfahren werden kann. Es gibt also bei den Veranstaltungen immer ein kleines Buffet, das von unseren Mitgliedern mit Bio- und regionalen Zutaten (teils aus dem eigenen Garten) liebevoll hergerichtet wird. Am Nachmittag gibt es immer eine Übungsgruppe für QI-GONG oder YOGA, so dass wir uns auch um unsere körperliche Gesundheit und Beweglichkeit kümmern.

À propos Beweglichkeit: Bisher haben wir einen unglaublichen Einsatz unserer Mitglieder erlebt, die versucht haben, möglichst viele Menschen in der Gegend zu mobilisieren, sich an unseren Veranstaltungen zu beteiligen. Dafür hier einmal ein herzlicher Dank an unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer!

Es ist wahnsinnig schwer, auf dem Land, in einer Region in der die Menschen kein großes gemeinsames Ziel verbindet, wie das z.B. in den 80er Jahren im Wendland der Fall war, eine stabile Bewegung auf die Beine zu stellen, die eine neue Gemeinschaftskultur schaffen kann. Dennoch können wir uns über die ersten Erfolge freuen. Bei allen unseren Veranstaltungen konnten wir wichtige Zukunftsthemen an Leute vermitteln, die bisher damit keinen Kontakt hatten. Wir werden langsam in der Region bekannt und vernetzen uns, so dass in Zukunft zu hoffen ist, dass wir unser Engagement auf mehr Schultern verteilen können. Neben den Freitagabenden gibt es jede Woche mehrere Zusammenkünfte der Mitglieder, die vor Ort leben, um Projekte wie den Waldgarten in Brömsenberg, die Terra-Preta-Herstellung, die Imkerei oder Pilzzucht weiter voran zu bringen.  Immer wieder kommen Menschen vorbei, die einen Ort zum Leben auf dem Land suchen, an dem es gemeinschaftliche Strukturen gibt und die ersten Projekte in der Gegend bekommen energiegeladenen Zuwachs. Und jeden Freitag wird sich rege über all das ausgetauscht und dazu noch ein qualitativ hochwertiger Wissens-Input genossen. Wenn das mal nix ist!

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Veranstaltungsreihe zum Thema Nachhaltigkeit ab 13. September 2016

Vom 13. September 2016 bis 28. Januar 2017 bietet der Integral e.V. in Zusammenarbeit mit dem Land Mecklenburg Vorpommern und dem Europäischen Sozialfonds in Lübtheen kostenlose Bildungsveranstaltungen für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger an. Bei verschiedenen Vorträgen, Workshops, Übungen, Diskussion und Filmvorführungen werden Wissen und praktische Fertigkeiten vermittelt, um das eigene Leben nachhaltiger zu gestalten. Es geht also darum, wie wir selbst unabhängiger werden von fossilen Rohstoffen, dem globalen Finanzregime, gesellschaftlichen Zwängen und anderen Mechanismen, die die Entwicklung zu einer „enkelgerechten“ Welt blockieren. Wir wollen weniger Ressourcen verbrauchen und weniger Geld ausgeben, gesünder und länger leben, mehr Freude haben und gemeinsam mehr erreichen – und das so, dass wir für zukünftige Generationen eine lebenswertere Welt hinterlassen.

Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Da wir gern die Vereinsarbeit in Lübtheen und Umgebung mit weiteren Angeboten fortsetzen und ausbauen möchten, freuen wir uns sehr über gern gegebene Spenden.

Mehr Informationen und detailierte Beschreibungen der einzelnen Vorträge, Filme und Workshops unter Veranstaltungen.

Besucht uns auch auf www.facebook.com/griesegegend.

Europäischer Sozialfonds 1

 

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Eine selbstgebaute Apfelsaftpresse

Ein tolles Beispiel gelebter Gemeinschaft in unserem kleinen Städtchen! Jürgen aus der WG in unserem Begegnungszentrum und Marko aus Lübtheen haben die Initiative ergriffen und eine Apfelsaftpresse gebaut. Geschweißt hat ein Nachbar, die Bretter und Kunststoffteile hat Philipp aus der Brömsenberger Mühle zugeschnitten. Der weiße Kunststoff für lebensmittelechte Schneidbretter stammt aus Bernds Baustelle in Schwerin, wo sie sonst weggeworfen worden wären. Recyclisaftpresse-1saftpresse-3ng, upcycling, Nachbarschaftshilfe und in Zukunft kommerzfreier Apfelsaft aus regionaler Handarbeit von den vielen Obstbaumalleen! saftpresse-2Großartig!

Handlungspädagogik und solidarische Landwirtschaft

dieser 30 Min. you tube Film zeigt exemplarisch das, was in  meinem und in den Herzen unserer Mitglieder verankert ist. Sicherlich ist diese spezielle Schulform nicht die einzige, die diese Ideen unterstützt. Aber sie ist zumindest eine bedeutende.

Staatliche Schulkonzepte sind leider nur in sehr wenigen Fällen auf diese Weise gelungen.

Sieh Dir dies einmal an und gib gern eine Rückmeldung.

Übrigens: diese Schule mit einem großen Gelände steht in unserer Gemeinde leer. Sozusagen eine Leeranstalt! Helft uns sie zu beleben!

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Rolf

Hilfe bei der Waldarbeit

Rückblickend schaue ich mir die Dezember Woche an. Die Zeit vom

7.12.-11.12.15 auf dem Platz des Friedens mit Rolf , Malgorzata , Thomas , Bernd , Philipp, Evander, Jürgen, Karin, Jost, Giesela, Sebastian, Michael, Conny (hoffentlich habe ich niemanden vergessen)

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Vor ungefähr 3 Monaten, Mitte Oktober wurde eine Baumfällaktion auf dem Gelände „Platz des Friedens“  bei Rolf geplant.

Der Zeitpunkt stand fest und viele Menschen fanden sich, um etwas gemeinsam zu bewegen. Vor allem, fast alle Mitglieder des Integral Vereins, der mit kleinen Schritten Bewegung in die Gegend von Lübtheen bringt. Die Griese Gegend.

Vorbereitungen wurden getroffen. Geräte und Motorsägen wurden besorgt, wie auch für Übernachten und für das leibliche Wohlbefinden wurde gesorgt.

Für mich stieg die Vorfreude von Tag zu Tag an, weil ich mich auf die Menschen, auf das gemeinsame Tun und auch auf die Zeit mit ihnen zu verbringen, riesig gefreut habe. Von Hamm bis nach Lübtheen sind knappe 400 km. EinWaldwoche 6e lange Strecke, die ich immer wieder vor mir habe. Diesmal war meine Fahrt umso angenehmer, weil eine Freundin mit mir mitgefahren ist. Conny war neugierig und interessiert, was in der Gegend passiert und was mich immer wieder dahin zieht. So hatte ich noch einen Grund mehr mich zu freuen, die Autofahrt und meine gelebten Erfahrungen mit Conny zu teilen. Begeisterung ist mein Antrieb und Freude mein Lebenselixier.

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Alles war vorbereitet. So sind wir am 7.12. Abends in Lübtheen angekommen. Wir wurden von allen, die schon vor Ort waren herzlich begrüßt. Der erste Tag, der Baumfällwoche war nun um. Um den Kamin saßen alle, die an dem Tag fleißig mitgewirkt haben. Jeder genoss den aufgeheizten Raum im Gartenhaus und ließ den Tag gemütlich ausklingen. Der Blick in die Runde zeigte mir freudige und zufriedene Gesichter. Für den kommenden Tag wurde einiges geplant und nach regem Austausch, war es Zeit ins Bett zu gehen um am nächsten Morgen voller Kraft miteinander anzupacken. Dienstag Morgen war das Wetter wie auf Bestellung. Sonnig und knackig kalt. Gute Laune und Freude haben uns den ganzen Tag begleitet.

Nach einem ausgiebigem Frühstück haben sich kleine Gruppen gebildet, wo jeder für sich organisiert hat, was er am besten kann und welche Aufgaben er als Mitwirkender, verantwortungsvoll übernehmen kann, ohne vorher alles perfekt geplant zu haben. Was wirklich wichtig war, wurde angesprochen und alles andere organisierte sich fast von allein. Insgesamt waren wir 12 Menschen und jeder von uns brachte in diesen Tagen sein volles Potenzial mit.

Karin und Gisela , die zum ersten Mal zu uns kamen, haben sich mit allem was sie haben, voll und ganz engagiert. Und obwohl es Gisela in den Tagen gesundheitlich nicht gut ging, möchte ich ihr meine Anerkennung teilen.

Wir befanden uns in einem Energiefeld, wo jeder für sich selbst, für sein Tun und auch für alles was um uns geschah, verantwortlich war.

Jeder von uns hat achtsam und rücksichtsvoll aufgepasst, dass niemandem etwas passiert, dass alles gut geht. Es war uns allen wichtig, dass die Bäume in die richtige Richtung fallen und somit kein Schaden auf dem Platz des Friedens, wie auch bei den Nachbarn entsteht. Ein zusammen wirken, wo alles zu einem miteinander, aneinander, ineinander floss. Um diese Woche mit einfachen Worten und kurz zu beschreiben: es war alles erdenkliche im Fluss. Unsere Männer haben großartig gearbeitet. Das Geräusch der Motorsägen hallte in der ganzen Umgebung und die vorher markierten Bäume fielen nacheinander um. Ein gewaltiges und schönes Bild zu gleich war das. Aus einer sicheren Entfernung das Holzfäller Spiel zu beobachten, wie ein ca.25m oder noch größerer Baum zu Boden fällt, ist ein großartiges Erlebnis. Außer dem Gartenzaun( ein Teil gehört dem Nachbar ) und dem Briefkasten , ist alles andere heil geblieben und wir alle auch. Was für ein Glück! Es war ganz klar, dass Bäume fällen die Aufgabe unserer Männer war. Die Baumkronen mit großen und kleinen Ästen wurden mit Krach zerkleinert, um das Kleinholz zusammen auf vorgegebene Lagerplätze zu schaffen. Für diesen Teil der Aufgaben fühlten wir Frauen uns zuständig. Fleißig wie Ameisen haben wir alle gemeinsam die Plätze freigeräumt, bis der nächste Baum fallen konnte. Auch wenn es körperlich für alle sehr anstrengend war, hat uns alle, die freudige und gelassene Stimmung bis zum letzten Tag begleitet. Mittags haben wir Frauen für eine Pause gesorgt, wo Nüsse, selbst gemachter Kuchen und Obst, beim heißen Ingwerwasser, Tee und Kaffee, für einen Energieschub sorgten, bis wir uns alle wieder auf ein warmes und deftiges Abendessen gefreut haben. Nun war der zweite Tag fast um. Beim Essen wurde es sehr gesellig. Wir haben viel gelacht und uns viele schöne Geschichten und Erlebnisse erzählt. Es wurde aus den tiefen Ecken geplaudert und persönliches mitgeteilt. Auch wenn wir noch nicht genau wissen, was vor Ort und in Lübtheen wachsen will, so haben uns die Tage sehr verbunden, weil wir ein Ziel für diese Woche hatten und wir wollten es gemeinsam tun. So entstand das unvergleichbare Gefühl einer tiefen Verbundenheit, des Miteinander. Bei mir hat es tiefe Spuren hinterlassen.

Eine ganz eigene und uns vertraute, nur nicht vom Verstand zu verstehen, neue Ordnung entstand. Völlig frei und doch gewollt. Nach dem Abendessen wurde gemeinsam abgeräumt, die Küche sauber gemacht und schließlich der angebrochene Abend mit Träumen, interessanten Gesprächen und Austausch beim Kaminfeuer verbracht. Für manche von uns wurde es spät an dem Abend und andere wieder, haben einen wohligen Schlaf gefunden. Vorfreude auf Morgen. Am Mittwoch sind wir zu 10 auf dem Gelände geblieben. Sebastian und Philipp haben sich an dem Tag anderen Aufgaben widmen können. Wir, die vor Ort noch geblieben waren, hatten genug zu tun, zB. das Kleinholz dorthin zu transportieren, wo es direkt kleingemacht und gestapelt wurde. Um ein bisschen Abwechslung in den Tag einzuladen, ergab sich ein Ausflug in das von unserem Verein neu erworbene Haus in der Salzstraße und in die Brömsenberger Mühle. Orte, wo demnächst viel Neues statt finden wird.

Dieser Tag war zum Aufatmen da. Da war noch etwas. Tagsüber haben wir Thomas und auch Gisela vermisst. Die beiden haben sich zurückgezogen und nahmen die Zeit jeder für sich, wie sie es brauchten. Auch dafür gab es einen Raum. Für den Abend haben wir Musik und Tanzen eingeplant. Ein lebendig gestaltetes Abendprogramm. Unter den Mitgliedern im Integral Verein haben wir Musiker, die sich hauptsächlich traditioneller Musik widmen und sie mit Herzblut nach außen tragen. Philipp und Barnaby bauen ihre Instrumente, wie Dudelsack und Drehleier in deren Werkstatt in der Brömsenberger Mühle selbst. Es ist nicht nur das Spielen, was die beiden begeistert. Sie tanzen auch genauso gut wie sie spielen, eben mit der ganzen Seele. Die beiden brachten uns an dem Abend einige verschiedene Tänze bei. Polka und Masurka waren auch dabei.

Traditionelle Tanzmusik war angesagt. Die Atmosphäre war einladend um mitzumachen. Für mich und für viele andere, die es noch nicht kannten, war es eine Herausforderung, den Rhythmus und die Schritte geschmeidig zu verfolgen. Es war nicht perfekt, dafür hat es den Tänzern und den Musikern umso mehr Spaß und Freude bereitet. Eine andere Art von Musik, die verbindet. Die beiden tun es mit solch einer Hingabe, dass es mir beim zuschauen ganz warm ums Herz wird. Nach viel Bewegung neigte sich auch der Abend dem Ende zu und die meisten gingen erschöpft, jeder in sein Nest um Kraft für noch kommende 2 Tage, zu sammeln. Am Donnerstag morgen haben wir Karin und Gisela verabschiedet, da die beiden eine lange Reise nach Hause vor sich hatten. Philipp und Sebastian waren an dem Tag wieder dabei und es ging sehr zügig los. Die Bäume fielen einer nach dem anderen auf die Erde, verursachten kurzfristig ein kräftiges Beben, danach eine sehr kurze stille Pause, bis alle von uns auf ein Kommando losgegangen sind um das gerade geschehene Chaos zu beseitigen. Die Stimmung war bei allen gut und es war wieder ein sehr erfolgreicher Tag, an dem wir alle dazu fleißig beigetragen haben. Am Platz des Friedens wurde es immer lichter. Viele andere Bäume bekommen einen großzügigen Raum um sich zu entfalten. Für die Mittagspause haben wir gesorgt und für eine leckere Abendmahlzeit auch. Auf dem Abendprogramm stand die Sitzung unseres Verein Integral e.V. an und ein kleiner Rückblick auf die letzten 4 Waldtage.

Unsere Vereinssitzung fand erfolgreich ihr Ende und wir haben 2 neue Mitglieder dazu gewonnen. Die Zahl der Mitglieder im Verein wächst langsam und mit ihm auch die Aufgaben. Lebendigkeit und ein guter kommunikativer Austausch finden dort statt. Diesen Abend begleitete eine feierliche und gemütliche Stimmung. Zeit zum Feiern. Am Feuer fand jeder von uns einen bequemen Platz. Wir rückten alle zusammen. Es entstand eine unausgesprochene Nähe und Verständnis füreinander. Auch wenn der eine, oder der andere von uns eine andere Sichtweise hat und verschiedene Meinungen geäußert wurden, so war das alles willkommen, gerade weil wir so unterschiedlich sind und dazu beitragen, dass eine andere, ich will jetzt nicht sagen eine neue, eben eine andere Lebens und Kommunikationskultur hier vor Ort entsteht. Uns ist es möglich sich aufeinander einzulassen und uns mitzuteilen, mit allem was jeder von uns bringt, ohne sofort zu urteilen. So entstand ein wundervoller, warmer mit Geborgenheit gefüllter Raum, in dem vieles möglich ist. Diesen Raum mit vielen gleichgesinnten zu teilen ist ein wahrer Segen, weil wir alle gemeinsam viel bewegen können und auf unserem Weg auch umsetzten werden.

Was mich in den vergangenen Tag am meisten begeistert hat war, dass jeder von uns in der Woche das eingebracht und gezeigt hat, was er am besten kann. Die ganze Woche lang wurde das unausgesprochen von allen anderen unterstützt und noch mehr aufgebaut. All das hinterlässt bei mir einen sehr großen Eindruck und lässt mich auf noch mehr in dieser Form hoffen. Ich hoffe, dass ich in meiner Erzählung auch eure Zustimmung bekomme. Ich könnte noch detailliert erzählen, wer was dazu beigetragen hat, dass diese Woche so großartig war. Es würde zu weit führen. Das was wir miteinander erlebt haben, all die Erfahrungen, die wir miteinander teilen durften verbinden uns und lassen unsere Träume wahr werden. Träume und Vorstellungen von einem herzlichen Miteinander, von einer Gemeinschaft, die wie eine Familie ist. Wo jeder sich willkommen und auch angenommen fühlt, so wie er ist. Gemeinsame kleine und große Aktionen und die Intention, dass wir füreinander da sind, dafür zu sorgen, dass es jedem einzelnen von uns gut gehen darf. Das hier ist unser Leitfaden und gleichzeitig unsere Vision. Der Freitag rückte näher und Restarbeiten wurden verrichtet. Im Wald ist noch viel liegen geblieben, was bis zum nächsten Mal warten kann. Beim Umschauen und die Tage Revue passieren lassen war uns bewusst, was wir alles in dieser Zeit gestemmt haben. Dankbarkeit erfüllte unsere Stimmung…..

Waldwoche 8

 

Ein wenig erschöpft, haben wir uns auf die letzte, gemeinsame warme Mahlzeit gefreut. Gekrönt von frisch gebackenen Weihnachtsplätzchen, fand beim Essen eine kurze Feedback Runde statt. Der Humor und viel Zuversicht zeigten Vorfreude auf das nächste Zusammentreffen. Die Fünf Tage voller Intensität waren nun vorbei und die Rückkehr nach Hause kam schneller für uns als gedacht. Herzlichkeit und Menschlichkeit sind Erinnerungen die für uns lebendig bleiben und die ein in uns vertrautes Gefühl von Geborgenheit immer wieder wecken werden.

 

Ich freue mich sehr, hier wieder über die Neuigkeiten und das Wachstum unseres Vereins zu berichten. Bis dahin wünsche ich jedem, der diese Seite gefunden hat, ein glückliches Herz und eine schöne Zeit.

Malgorzata Syskowski

Waldwoche 5

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In unmittelbarer Nachbarschaft: Wolfs- und Rotwildspuren.

So sieht es mittlerweile auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lübtheen aus.

Des einen Freud, des anderen Leid. Wobei sich mein Leid gegenüber der Jägerschaft schon in Grenzen hält.

 

Rolf

Die Entwicklung in der „Griesen Gegend“ nimmt Fahrt auf

zum Einen hat der gemeinnützige Verein „Integral e.V.“ in Lübtheen ein Wohn- und Geschäftshaus in zentraler Lage erworben. Dort wird nach einem Umbau das Zentrum für eine „sozial ökologische Entwicklung einer Modellregion in der Griesen Gegend“ sein.

Salzstrasse 2, kleinKirchplatz 9, klein

Hier wird es einen Regionalwarenladen, ein Cafe, eine Food Coop, Veranstaltungsräume undeiniges andere mehr geben. Ein Anlaufpunkt für die Bevölkerung der Region und auch für begeisterte, die in diese Gegend kommen wollen.

Zum Anderen sind wieder ein paar Menschen hinzu gekommen. Stephanie Brehm, Phillip Gerhardt und Banaby Walters haben die Brömsenberger Mühle im Ortsteil Brömsenberg von Lübtheen erworben und machen sich an den aufwendigen Um- und Ausbau.

Neumühle Brömsenberg

Und weiter ist der „Platz des Friedens“ Partner des Biosphärenreservats geworden.