Alle Artikel von Philipp Gerhardt

transition-town

Transition Town Lübtheen

Schon seit langem will unser Verein einen Impuls geben, die Gesellschaft fit zu machen für das Ende des Zeitalters der Umweltzerstörung und der Entzweiung der Menschen. Politik und Wirtschaft schaffen es nicht, Klimawandel, das Ende der Ölreserven und die wachsende Gewalt auf der Welt in den Griff zu bekommen. Deshalb braucht es zivilgesellschaftliches Engagement! Die Städte und Dörfer überall auf der Welt müssen von allein anfangen, ein neues wir-Gefühl zu entwickeln, energieautark zu werden und einen geschlossenen Kreislauf von Ressourcen und Leistungen zu schaffen.Sie müssen du Orten des Wandels werden, zu „Transition Towns“.

Jetzt, wo ein Jahr vergangen ist, seit einige sehr engagierte Mitglieder den Kauf des Hauses in der Salzstraße angestoßen haben und wir ein festes Zuhause haben, ist es Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. Jetzt beginnt etwas neues: Lübtheen wird Transition Town – und der Integral e.V. bleibt die Keimzelle dafür.

Wir wollen den Wandel noch stärker als bisher vorantreiben und uns noch viel mehr mit Verbündeten aus aller Welt zusammenschließen. Wer noch nicht weiß, was ein Transition Town, eine „Stadt im Wandel“ ist, der oder die schaue doch einfach mal hier nach: https://de.wikipedia.org/wiki/Transition_Towns.
Und wer uns helfen möchte, ist herzlich eingeladen! Natürlich muss das ganze erst noch ins rollen kommen, aber wir werden das schon schaffen… Es geht los!

Wer uns unterstützen möchte, melde sich bitte unter kontakt@integral-verein.de oder direkt telefonisch bei Philipp unter OI7O I56 4O 42. Wir haben schon einige Veranstaltungen organisiert, sind aber offen für neue Ideen und wünschen uns mehr Leute, die einen Beitrag leisten. Wenn du vorbeikommen magst, um uns kennen zu lernen, gibt es in unserem Haus Gästezimmer und auch in den Gemeinschaftsprojekten um Lübtheen herum kann man unterkommen.

themenabend-bienensterben-1

Kino mit Köpfchen für Akteure des Wandels

Seit Anfang September bieten wir in Lübtheen nun regelmäßige Film- und Vortragsabende an. Das Thema ist dabei eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums auf allen Ebenen. Wir zeigen also Filme, die sich mit Landwirtschaft und Ernährung, dem Finanzssystem oder dem Bildungswesen befassen. Dazu kommen Vorträge über Techniken und Methoden, um das Zusammenleben auf dem Land ökologischer zu gestalten. Wir hoffen, so die Akteure eines liebevollen und friedlichen Fortschritts in der Region zusammen zu bringen und bei interessanten Impulsen ins Gespräch zu kommen.

Da der Integral e.V. sich als Keimzthemenabend-bienensterben-2elle für ganzheitlichen Wandel in der Gesellschaft sieht, versuchen wir, unser Angebot so zu gestalten, dass es mit Kopf, Herz und Bauch erfahren werden kann. Es gibt also bei den Veranstaltungen immer ein kleines Buffet, das von unseren Mitgliedern mit Bio- und regionalen Zutaten (teils aus dem eigenen Garten) liebevoll hergerichtet wird. Am Nachmittag gibt es immer eine Übungsgruppe für QI-GONG oder YOGA, so dass wir uns auch um unsere körperliche Gesundheit und Beweglichkeit kümmern.

À propos Beweglichkeit: Bisher haben wir einen unglaublichen Einsatz unserer Mitglieder erlebt, die versucht haben, möglichst viele Menschen in der Gegend zu mobilisieren, sich an unseren Veranstaltungen zu beteiligen. Dafür hier einmal ein herzlicher Dank an unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer!

Es ist wahnsinnig schwer, auf dem Land, in einer Region in der die Menschen kein großes gemeinsames Ziel verbindet, wie das z.B. in den 80er Jahren im Wendland der Fall war, eine stabile Bewegung auf die Beine zu stellen, die eine neue Gemeinschaftskultur schaffen kann. Dennoch können wir uns über die ersten Erfolge freuen. Bei allen unseren Veranstaltungen konnten wir wichtige Zukunftsthemen an Leute vermitteln, die bisher damit keinen Kontakt hatten. Wir werden langsam in der Region bekannt und vernetzen uns, so dass in Zukunft zu hoffen ist, dass wir unser Engagement auf mehr Schultern verteilen können. Neben den Freitagabenden gibt es jede Woche mehrere Zusammenkünfte der Mitglieder, die vor Ort leben, um Projekte wie den Waldgarten in Brömsenberg, die Terra-Preta-Herstellung, die Imkerei oder Pilzzucht weiter voran zu bringen.  Immer wieder kommen Menschen vorbei, die einen Ort zum Leben auf dem Land suchen, an dem es gemeinschaftliche Strukturen gibt und die ersten Projekte in der Gegend bekommen energiegeladenen Zuwachs. Und jeden Freitag wird sich rege über all das ausgetauscht und dazu noch ein qualitativ hochwertiger Wissens-Input genossen. Wenn das mal nix ist!

themenabend-bienensterben-1

Erde_cc1

Veranstaltungsreihe zum Thema Nachhaltigkeit ab 13. September 2016

Vom 13. September 2016 bis 28. Januar 2017 bietet der Integral e.V. in Zusammenarbeit mit dem Land Mecklenburg Vorpommern und dem Europäischen Sozialfonds in Lübtheen kostenlose Bildungsveranstaltungen für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger an. Bei verschiedenen Vorträgen, Workshops, Übungen, Diskussion und Filmvorführungen werden Wissen und praktische Fertigkeiten vermittelt, um das eigene Leben nachhaltiger zu gestalten. Es geht also darum, wie wir selbst unabhängiger werden von fossilen Rohstoffen, dem globalen Finanzregime, gesellschaftlichen Zwängen und anderen Mechanismen, die die Entwicklung zu einer „enkelgerechten“ Welt blockieren. Wir wollen weniger Ressourcen verbrauchen und weniger Geld ausgeben, gesünder und länger leben, mehr Freude haben und gemeinsam mehr erreichen – und das so, dass wir für zukünftige Generationen eine lebenswertere Welt hinterlassen.

Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Da wir gern die Vereinsarbeit in Lübtheen und Umgebung mit weiteren Angeboten fortsetzen und ausbauen möchten, freuen wir uns sehr über gern gegebene Spenden.

Mehr Informationen und detailierte Beschreibungen der einzelnen Vorträge, Filme und Workshops unter Veranstaltungen.

Besucht uns auch auf www.facebook.com/griesegegend.

Europäischer Sozialfonds 1

 

Mecklenburg-Vorpommern 1

 

Der Integral e.V. möchte im Mecklenburgischen Elbetal eine neue Entwicklung anstoßen. Wir wollen, dass sich hier Gemeinschaften von Menschen bilden und ansiedeln, die für eine enkeltaugliche, friedliche und liebevolle Gesellschaft in der Zukunft einstehen. Unser Städtchen Lübtheen wird „Transition Town“ – denn wir nehmen den Wandel selbst in die Hand!

Wir setzen uns dafür ein, dass die Menschen, die hier leben, miteinander für sich, ihre Gemeinden und die Natur zu sorgen, statt alles über Konsum und Vermarktung zu regeln. Wir wollen darauf hin wirken, dass die Region unabhängig wird von fossilen Brennstoffen und dass die Natur sich von jahrzehntelangem Raubbau erholen kann. So, dass in Zukunft die Flüsse wieder sauber und fischreich sind, dass die Böden fruchtbarer werden und durch CO2-Speicherung dazu beitragen, den Klimawandel zu bekämpfen. Wir streben an, dass sich eine lebendige Gesellschaft in den Dörfern und Städten entwickelt, in der unbürokratisch gehandelt werden kann.

Wir wollen regionale Kultur und Traditionen bewahren und gleichzeitig internationalen Austausch und kulturübergreifende Freundschaft fördern, denn nur die Vielfalt ist langfristig stabil.

Wir wollen dazu beitragen, dass eine lokale Wertschöpfung und ein lokaler Geldkreislauf entstehen. Dafür wollen wir eine solidarische Lebensmittelversorgung aufbauen, erst eine FoodCoop, später hoffentlich mal eine Solidarische Landwirtschaft. Wir haben ein Haus in Lübtheen mit einem Veranstaltungsraum, Wohnräumen und Gästezimmern, so dass wir in der Region gemeinschaftliches Engagement fokussieren können und Menschen dabei unterstützen, sich hier zu engagieren. Wir wünschen uns, dass hier ein Treffpunkt entsteht, von dem Inspiration und Kraft ausgehen. Wir hoffen sehr, dass wir MitstreiterInnen finden, so dass es bald in unserer Region eine Demokratische Schule gibt, Waldgärten und Waldkindergärten, mehr ökologische Landwirtschaft, gemeinschaftlich genutzte Orte und Werkzeuge, Carsharing, lokale Energiegewinnung usw.

Wir freuen uns über UnterstützerInnen und Hilfe und sind jederzeit offen für neue Projekte, ganz im Geist einer Potentialentfaltungsgesellschaft!

Eine selbstgebaute Apfelsaftpresse

Ein tolles Beispiel gelebter Gemeinschaft in unserem kleinen Städtchen! Jürgen aus der WG in unserem Begegnungszentrum und Marko aus Lübtheen haben die Initiative ergriffen und eine Apfelsaftpresse gebaut. Geschweißt hat ein Nachbar, die Bretter und Kunststoffteile hat Philipp aus der Brömsenberger Mühle zugeschnitten. Der weiße Kunststoff für lebensmittelechte Schneidbretter stammt aus Bernds Baustelle in Schwerin, wo sie sonst weggeworfen worden wären. Recyclisaftpresse-1saftpresse-3ng, upcycling, Nachbarschaftshilfe und in Zukunft kommerzfreier Apfelsaft aus regionaler Handarbeit von den vielen Obstbaumalleen! saftpresse-2Großartig!