Rettet die Bienen in der Griesen Gegend!

In unserer Region gibt es immer noch einige Imker und Imkerinnen, aber sie und ihre Bienen haben es schwer.

Intensivster Maisanbau mit großflächigem Spritzmitteleinsatz, Pflügen bis auf den letzten Quadratmeter. Die „Blühstreifen“, die teilweise mit Fördergeldern angelegt werden, sind ein Witz. Da wird dann auch noch unter den Kronen der Baumreihen am Feldrand – wenn es noch welche gibt – gepflügt und ein paar Einheits-Sonnenblumen werden angebaut. In den Gärten der Menschen regieren die Baumarkt-Koniferen. Thujen und Blaufichten, Rasen und Waschbeton, im Frühjahr geklonte Stiefmütterchen. Was war dagegen die Blütenpracht eines alten Bauerngartens? Wo sind die Hausbäume hin, die Linden und Birnbäume, die die Bewohner beschirmten und in denen es vor Geschäftigkeit nur so summte in der Blütezeit?

Was für die meisten Natur ist, ist in Wahrheit ein industrieller Abklatsch von echter Landschaft geworden. Da findet auch die Biene keine Nahrung mehr. Das wollen wir ändern!

Seit wir unser neues Vereinshaus in Lübtheen haben, ist Jürgen zu uns gekommen, der schon lange als Imker tätig war. In der Stadt, sagt er, ging das gut, denn anders als hier, wo die Landschaft ausgeräumt und arm an blühenden Pflanzen ist, gibt es dort reichlich blühende GärteIMG_1571n. Hier baut jetzt Marko mit seiner Hilfe eine neue Imkerei auf und die beiden wollen  sich in nächster Zeit darum kümmern, dass Bienen hier mehr Nahrung finden. Für das nächste Jahr wollen die beiden 10.000 Krokusse pflanzen, als erste Bienenweide im Frühling. Ein Tropfen auf den heißen Stein, aber ganz tolles persönliches Engagement!

In Zukunft soll die Imkerei weiter ausgebaut werden. Jürgen und Marko freuen sich über Hilfe und geben gern ihr Wissen und auch mal ein Glas Honig weiter. Das Geben und Nehmen muss eben passen – unter uns Menschen und in der Natur.

Wer Interesse hat bei der Imkerei mitzuwirken oder zu lernen, sich auch für die Bienen und eine gesündere Landschaft einsetzen will, melde sich bei uns. Wir freuen uns über MitstreiterInnen!